Logo Wir für Braunschweig

Neue Ausgabe des ZiviZ-Surveys vorgestellt – Die Befragung der organisierten Zivilgesellschaft in Deutschland zeigt neue Entwicklungen auf, bestätigt aber auch frühere Ergebnisse

Im Rahmen des ZiviZ-Surveys werden Vereine, Stiftungen, gemeinnützige GmbHs, Genossenschaften und gemeinnützige Kapitalgesellschaften repräsentativ befragt. Das erklärte Ziel der Durchführer der Studie – die Geschäftsstelle ZiviZ im Stifterverband – ist es, Strukturen und Trends im zivilgesellschaftlichen Sektor zu verstehen, sichtbar zu machen und „mit den Daten das öffentliche Bewusstsein für den wichtigen Beitrag dieser Organisationen zu stärken“.

Im aktuellen Survey wurden auch erstmals inhaltliche Schwerpunkte gesetzt, unter anderem zum Engagement im Bildungsbereich, zu Fördervereinen sowie zur Integration von Menschen mit Migrationshintergrund und Flüchtlingen.

Der ZiviZ-Survey 2017 wird gefördert von der Bertelsmann Stiftung, vom Bundesministerium für Bildung und Forschung, der Robert Bosch Stiftung und der Stiftung Mercator.

An der repräsentativen Befragung mittels Fragebogen haben insgesamt 6.334 Organisationen teilgenommen.

Zu den wichtigsten Ergebnissen des Surveys zählen:

1) Die Mitgliederzahlen haben sich seit 2012 bei 78 % der Organisationen nicht verändert oder sie sind gestiegen. Die Mitgliederzahlen sind vor allem in jungen Organisationen und in Städten gestiegen.

2) Die Engagiertenzahlen haben sich seit 2012 bei 66 % der Organisationen nicht verändert. Bei 20 % sind sie gestiegen, bei 15 % sind sie gestiegen. Die Zahlen der Engagierten sind überwiegend stabil. Probleme zeichnen sich auf dem Land ab.

3) Die Einnahmen haben sich seit 2012 bei 40 % der Organisationen positiv entwickelt. Bei 40 % sind sie stabil geblieben. Rückläufig waren sie bei 20 %. Es gibt keine wesentliche Veränderung bei der Herkunft der Mittel, die den Organisationen zur Verfügung stehen. Wichtigste Einnahmequelle sind mit einem durchschnittlichen Anteil von 39 % nach wie vor Mitgliedsbeiträge.

4) Insgesamt findet durch viele Neugründungen eine leichte Verjüngung der Organisationslandschaft statt. An die Seite von Vereinen treten andere Organisationsformen wie Stiftungen, gemeinnützige GmbHs, Genossenschaften, gemeinnützige Ags und UGs. Handlungsfelder mit besonders vielen Neugründungen und wachsenden Organisationen sind Bürger- und Verbraucherinteressen, Internationale Solidarität und Naturschutz.

5) Trotz weitestgehend stabiler oder positiver Engagiertenzahlen ist es für viele Organisationen nicht leicht, Freiwillige zu finden – vor allem für dauerhafte Engagements. Ein steigender Verwaltungsaufwand fordert Vereinsvorstände und andere Funktionsträger zunehmend. Engagierte wünschen sich mehr Wertschätzung und Anerkennung und mehr Ansprechpartner in Politik und Verwaltung. (Quelle der wichtigsten Ergebnisse: „Ergebnisse des ZiviZ-Surveys 2017“)

Die gesamte Studie und eine Präsentation, die die zentralen Erkenntnisse und Kennzahlen aus der Untersuchung enthält und in der die wichtigsten Ergebnisse auch grafisch dargestellt werden, ist auf der folgenden Seite abrufbar: http://www.ziviz.info/projekte/ziviz-survey